Informationen zu Epilepsie und Hypoglykämie (Unterzucker)

Es gibt viele Ursachen für das auslösen von Epileptischen Anfällen. Eine Ursache wird hier jetzt genauer unter die Lupe genommen. Hypoglykämie heißt, dass die Person „Unterzucker“ hat. Das Diabetes gesundheitliche Probleme verursacht weiß fast jeder, dass aber auch Unterzucker sehr Problematisch ist wissen eher wenige. Bei einer schweren Unterzuckerung (Hypoglykämie) spricht man, wenn der Blutzucker unter 50 mg% sinkt. Hervorgerufen durch den großen Mangel an Zucker im Gehirn, kann es zu Konzentrationsstörungen, Sprachstörungen, Sehstörungen, Schwindelzuständen, Aggressivität, Bewusstseinsstörungen, Bewusstlosigkeit, einem Schlaganfall und zu Krampfanfällen führen. Das letztere ist besonders für Epileptiker wichtig, denn durch den Unterzucker können trotz guter medikamentöser Einstellung des Epileptikers Anfälle ausgelöst werden. Die ersten Anzeichen einer Unterzuckerung sind auf der Hormonellen Seite: Blässe, Schwitzen, Zittrigkeit, Herzklopfen. Weitere Anzeichen sind: Pelzigkeitsgefühl um den Mund, Kopfschmerzen, Heißhunger, Nervosität, weiche Knie.

Sollte man diese Anzeichen feststellen, hat man die Möglichkeit, die Unterzuckerung wie folgt zu bekämpfen, um einem drohenden Anfall zu entgehen:

Bei einer Unterzuckerung sollte man sofort Traubenzucker (ca. 20g), Würfelzucker (ca. 8 Stück) oder Fruchtsaft - Cola (ca. 200 ml) zu sich nehmen um den Zuckerhaushalt aufzustocken.

Schokolade ist zur Behandlung von Hypoglykämie leider ungeeignet.

Die Unterzuckerung wird meist als harmlos und nebensächlich abgetan, ist aber gerade für Epileptiker sehr wichtig, da der Zuckermangel direkt im Gehirn Auswirkungen hat.

Falls Sie Probleme mit Unterzucker und Epilepsie haben, sprechen Sie Ihren Arzt auf dieses Thema an, denn viele vergessen diesen Aspekt zur Anfallsvermeidung.