Informationen zu Epilepsie und Schwangerschaft

Erbliche Veranlagung:

Eine Epilepsie wird nicht vererbt. Vererben werden kann die Veranlagung zur Epilepsie, doch eine Veranlagung macht noch keine Epilepsie. Eine Epilepsie entsteht erst dann, wenn zusätzliche Einflüsse, d.h. extreme körperliche und / oder psychische Belastungen, wie Unfall, Tumor, Fieber, Schlafentzug, etc., hinzukommt.

Schwangerschaft:

Vor einer geplanten oder während einer ungeplanten Schwangerschaft sollten auf jeden Fall eine neurologische und gynäkologische Beratung erfolgen. Suchen Sie sich einen Arzt, der Verständnis für die Ängste von Schwangerschaft und Epilepsie versteht. Mit Ihrem Neurologen sollten Sie die schonendste wirksame Epilepsie Behandlung suchen. Sorgen Sie dafür, dass ihre behandelten Ärzte eng zusammen arbeiten. Anfälle während der Schwangerschaft schaden dem Kind nach der Mehrzahl der vorliegenden Beobachtungen nicht, außer wenn die Anfälle sehr lange dauern oder die Mutter sich verletzt. Eine Schwangerschaft hat meist keine wesentlichen Einfluss auf die Zahl der Anfälle, obwohl der Blutspiegel der Antiepileptika in dieser Zeit meist absinkt. Es sollte in dieser Zeit der Medikamentenspiegel häufiger überprüft werden.

Mögliche Gefährdungen:

Eltern mit Epilepsie haben ein nur gering erhöhtes Risiko ein Kind mit Fehlbildungen zur Welt zu bringen. Es ist jedoch nicht ganz klar, ob dieses ausschließlich in der Einnahme von Antiepileptika begründet ist. Obwohl ein Anfall dem Ungeborenen in der Regel nicht schadet, können Anfälle, die zu Sauerstoffmangel führen, für das Kind gefährlich sein. Valproinsäure ist für die Behandlung der Schwangerschaft am wenigsten empfehlenswert, Phenobarbital ist am unbedenklichsten. Mit einem Wechsel der Medikamente während der Schwangerschaft sollte man äußerst vorsichtig sein um das Kind nicht zu gefährden. 

Geburt:

Die Entbindung verläuft bei Müttern mit Epilepsie meist nicht schwieriger. Neben einer Geburtsvorbereitung ist es wichtig, die Geburtshelferin über die Art der Epilepsie und die Medikamente aufzuklären. Nach der Geburt kann bei der Mutter der Serumspiegel des Medikaments ansteigen und mehr Nebenwirkungen erzeugen.

Stillen:

Meist kann eine Mutter mit Epilepsie Ihr Kind stillen aber es sollte jedoch zuvor mit dem Neurologe abgesprochen werden, wegen der möglichen Nebenwirkungen.

Tagesablauf:

Je nach der Anfallhäufigkeit sollten kleine Vorsichtsmassnahmen einplant werden wie das Kind auf dem Boden wickeln, es nicht allein baden, das Kind möglichst im Sitzen auf dem Arm halten. Um einen Schlafentzug zu vermeiden, sollte entweder der Partner oder eine Pflegeperson die Nachtbetreuung des Kindes übernehmen.

 

Epilepsie ist generell kein Hintergrund kein Kind zu bekommen

 

Dies ist nur eine kurze Zusammenfassung zum Thema „Schwangerschaft und Epilepsie“. Sprechen sie immer mit ihrem Arzt.