Hier ist eine Check-List zur Anfallbeschreibung für den behandelten Arzt

Zur besseren Feststellung der Anfallsart sind folgende Anfallsbeschreibungen für den behandelten Arzt sehr wichtig. Sie sollten diese Daten sammeln und dem Arzt vorlegen.

01.

Halten Sie die Dauer des Anfalls fest. Scheuen Sie sich nicht auf die Uhr zu schauen, denn die Dauer eines Anfalls ist schwer einzuschätzen.

02.

Welches Symptom ist zuerst aufgetreten? Wie hat sich der Anfall weiter entwickelt? Entscheidend für die Beurteilung epileptischer Anfälle ist die zeitliche Abfolge der Anfallssymptome

03.

In welcher Situation ist der Anfall aufgetreten?

04.

Gab es eine Reaktion auf das Ansprechen?

05.

Achten Sie auf Gesichtsausdruck (Blick) und auf die Hautfarbe.

06.

Gab es automatische, „sinnlose“ Handlungen oder Bewegungen?

07.

Gibt es wiederkehrende Bewegungsmuster (z.B. Haltung des Körpers, Verkrampfung einer Hand)

08.

Wie war die Atmung?

09.

Kam es zu stöhnenden oder gepressten Lautbildungen? Oder wurden sinnlose Wortfetzen oder erkennbare Worte gesprochen?

10.

Gab es Verkrampfungen einzelner Körperteile? Welche? Auf welcher Körperseite?

11.

Wenn die Verkrampfungen den ganzen Körper betrafen: War die Verkrampfung annähernd seitengleich?

12.

Sind Zuckungen aufgetreten? Am ganzen Körper? In einem Körperteil beginnend? Welche Körperseite?

13.

Mit welchem Symptom endete der Anfall (Anfallende)?

14.

Wie verhielt sich der Patient nach dem Anfall? Gab es eine Phase mit verminderter Orientierung? Manchmal vergeht etwas Zeit, bis die Erinnerung an die Zeit unmittelbar vor dem Anfall wiederkehrt.

 

Tipps zur Anfalldokumentation

 

01.

Führen Sie einen Anfallskalender, in dem Sie die Anfälle nach den verschiedenen Ausprägungen notieren, Vordrucke erhalten Sie bei ihrem behandelten Arzt oder ei uns.

02.

Anfallsbeschreibung: Bitten Sie einen Angehörigen oder Bekannten, der Zeuge eines Anfalls geworden ist, einen typischen Anfall so detailliert wie Möglich aufzuschreiben.

03.

Laufen die Anfälle immer gleich ab oder gibt es verschiedene Anfallsformen?

04.

Ist es durch Anfälle zu ernsteren oder leichteren Verletzungen gekommen?

05.

Bei den ersten Gesprächen mit dem behandelten Arzt sollte Sie ein Angehöriger oder Bekannter begleiten, die/der einen Anfall beobachtet hat, um für Rückfragen des Arztes zur Verfügung zu stehen. Hilfreich sind auch vorhandene Anfallskalender und schriftliche Anfallsbeschreibungen.

Solche Anfallsbeschreibungen und die Vorgeschichte des Betroffenen können bei der Bestimmung der Anfallsart und der folgenden Behandlung von großem Vorteil für den behandelten Arzt sein und eine positive Erfolgschancen wesentlich erhöhen

Anfallskalender und weitere Infos erhalten Sie bei einem unserer Gruppenabende